Wie alles begann...

Mein Vater war selbständiger Tischlermeister. 1968 kaufte er ein Gebäude am Stadtrand von Zeven. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wurde daraus ein Wohnhaus mit Werkstatt, in der er mehrere Mitarbeiter beschäftigte. Schon als kleines Mädchen hielt ich mich gerne bei ihm in der Werkstatt auf und habe Kleinigkeiten aus Holz gebastelt. Das Interesse an dem Beruf des Tischlers hat er mir nahegebracht. Ehrgeiz, Ausdauer und Geduld haben sich auf mich übertragen. Mit 19 Jahren legte ich meine Gesellenprüfung ab und begann in meiner Freizeit Möbel zu restaurieren.

Die Meisterschule besuchte ich abends und an den Wochenenden. In dieser Zeit festigte sich der Gedanke, mich zu spezialisieren. Restauratorin wollte ich werden.

Direkt nach der Meisterprüfung zog ich vorübergehend nach Unterfranken. Hier nutzte ich die Gelegenheit, um die Rohrgeflecht-Flechterei zu erlernen. Im Alter von 25 Jahren wurde ich 1992 mit der Note 1,5 in Würzburg staatlich geprüfte Restauratorin im Tischlerhandwerk. Ein Lehrgang für Holzmaserierung und Marmormalerei rundete die Ausbildung ab.

Sieben Jahre führten mein Vater und ich den Handwerksbetrieb zu zweit weiter. Ich erledigte die Restaurierungen, er fertigte die Tischlerarbeiten. Voller Stolz konnten meine Eltern noch miterleben, wie ich mich 1999 an gleicher Stelle selbständig machte.